Todesfälle im Berliner Strafvollzug 2006 - Eine Zusammenstellung

Betrifft: Todesfälle in Berliner Justizvollzugsanstalten, Presseberichte http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.06.2006/2605555.asp
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/17.06.2006/2602737.asp

In letzter Zeit ist es zu einer Häufung von "Selbstmorden" und anderen Todesfällen besonders in der JVA Moabit und JVA Tegel gekommen. Die Pressemitteilungen der Senatsverwaltung für Justiz sind so nicht immer korrekt, z.B.: Tod eines Strafgefangenen in der JVA Moabit

Pressemitteilung
Berlin, den 26.05.2004
Pressemitteilung Nr. 30/2004

Der serbische Strafgefangene Bozidar S. (28) ist heute gegen 8.35 Uhr in der JVA Moabit leblos aufgefunden worden.
Er hatte sich mit einem Gürtel am Fenstergitter erhängt. Ein Abschiedsbrief wurde nicht ge-funden. Anzeichen für eine Suizidgefährdung waren zuvor nicht erkennbar. Der Gefangene war in einer Doppelzelle untergebracht, der Mitgefangene befand sich jedoch beim Hofgang, als der Tote aufgefunden wurde.
Der sofort benachrichtigte Arzt konnte nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen nur noch den Tod feststellen.
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft wurden benachrichtigt, eine Obduktion wird durchgeführt.
Bozidar S. wurde durch Urteil vom 17. Dezember 2003 (StA Berlin) wegen schweren Raubes zu 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Seit 5. Mai 2004 befand er sich in der JVA Moabit und sollte baldmöglichst in die JVA Tegel verlegt werden. Strafende wäre im Mai 2007 gewesen.

In diesem Fall wie in anderen auch waren die strikte und völlig sinnlose Trennung von der Aussenwelt in Verbindung mit dem ignoranten Verhalten des Personals und medizinische Unterversorgung ursächlich, hier gibt es mehr Infos zu diesem "Selbstmord":
http://de.indymedia.org/2004/06/84768.shtml

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In diesem Fall durfte ein Gefangener auch nach über 18 Jahren Haft nicht in Freiheit sterben: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20040616.21104.html

Pressemitteilung
Berlin, den 16.06.2004
Pressemitteilung 35/2004

Der Strafgefangene Thomas S. (51) ist heute morgen um 6.35 Uhr im Krankenbett des Krankenhauses der Berliner Vollzugsanstalten verstorben.
Der Strafgefangene befand sich aufgrund einer unheilbaren lebensbedrohlichen Erkrankung seit Dezember zur medizinischen Betreuung im Haftkrankenhaus. Um 6.00 Uhr morgens ging es Thomas S. beim Wecken noch den Umständen seiner schweren Erkrankung entsprechend.
Thomas S. war vom Landgericht Berlin durch Urteil vom 24. Juni 1986 zu lebenslanger Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt und befand sich bis zu seiner Verlegung in das Haftkrankenhaus in der Justizvollzugsanstalt Tegel.
Die Kriminalpolizei wurde benachrichtigt, die Leiche wird obduziert.
Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Strafgefangene seiner Erkrankung erlegen.

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Dieser Gefangene war noch jung aber nach 3 Monaten U- Haft plötzlich gestorben. http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20040709.21412.html
Am Nachmittag vor seinem Tod hatte es in seinem Bereich eine Alarmauslösung gegeben was auf eine Konfrontation zwischen Beamten und Gefangenen deutet.

Pressemitteilung
Berlin, den 09.07.2004
Pressemitteilung Nr. 39/2004

Heute morgen gegen 6.30 Uhr wurde der türkische Inhaftierte Serdar Y. (39) in seinem Einzelhaftraum in der JVA Moabit leblos aufgefunden.
Die Todesursache ist ungeklärt. Anzeichen für ein Fremdverschulden oder einen Suizid liegen nicht vor.
Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei wurden unverzüglich benachrichtigt. Eine Ob-duktion wird durchgeführt.
Serdar Y. befand sich seit dem 6. April 2004 wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft.

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Grade bei der Aufnahme von Gefangenen geben sich die Beamten besonders ruppig um Widerspruch im Keim zu ersticken und dieser Tod wäre leicht zu verhindern gewesen: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050207.23914.html

Pressemitteilung
Berlin, den 07.02.2005
Pressemitteilung 07/2005

Der türkische Untersuchungsgefangene Fatih S. (20) hat sich gestern in der Jugendstrafanstalt Berlin das Leben genommen.
S. wurde am 4. Februar vorläufig festgenommen. Das Amtsgericht Tiergarten erließ am 5. Februar Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts auf räuberische Erpressung. Außerdem hatte S. einen Strafrest in Höhe von 348 Tagen Jugendstrafe aus einer Vorverurteilung zu verbüßen. Der Gefangene wurde der Jugendstrafanstalt am 5. Februar um 19.07 Uhr zugeführt. Eine unregelmäßige Beobachtung wurde angeordnet und durchgeführt.
Obwohl weder bei dem ausführlichen Aufnahmegespräch am Abend noch bei den Kontrollen in der Nacht und am Vormittag Anzeichen für eine akute Notlage erkennbar waren, wurde der Gefangene um 12.30 Uhr leblos aufgefunden. Er hatte sich mit einem Wollpullover am Kleiderhaken stranguliert. Sofortige Wiederbelebungsversuche durch den Anstaltspfleger und ab 12.36 Uhr durch den sofort herbeigerufenen Notarzt blieben erfolglos.

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Noch keine 2 Monate in Haft wurde diese Gefangene für eine Simulantin gehalten, das ist die normale Reaktion vom Personal des KBVA: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050225.24097.html

Pressemitteilung
Berlin, den 25.02.2005
Pressemitteilung Nr. 10/2005

Die Strafgefangene Jutta M. (63) ist am heutigen Morgen um 6.35 Uhr tot aufgefunden worden.

Sie ist am Vortag aufgrund unklarer Beschwerden aus der Justizvollzugsanstalt für Frauen in das Krankenhaus Maria-Heimsuchung, Caritas-Klinik Pankow, ausgeführt worden. Dort konnte man keine konkrete Diagnose stellen.
Zur weiteren vorsorglichen Beobachtung ist sie in das Haftkrankenhaus Moabit überführt worden.
Beim Wecken um 5.30 Uhr waren keine akuten Symptome erkennbar.
Um 6.30 Uhr wurde sie leblos aufgefunden. Sofortige ärztliche Wiederbelebungsmaßnahmen schlugen fehl.
Die Kriminalpolizei wurde benachrichtigt. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest, sie wird sich aufgrund der noch anstehenden Obduktion ergeben.
Jutta M. hatte seit dem 3.1.2005 Freiheitsstrafen von 1 Jahr und 3 Monaten sowie von 10 Monaten, jeweils wegen Betruges, zu verbüßen.

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Die übliche Ausrede des KBVA Personals- es war medizinisch nichts feststellbar und der Gefangene hat ärztlichen Rat nicht befolgt. Ob die gereizte Stimmung innerhalb des Personals verbunden mit minimalem Untersuchungsaufwand und dem Bild vom Gefangenen als Gegner hier ein Rolle spielte wurde nicht untersucht, die Kommunikation der Beamten untereinander ist mangelhaft: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050330.24453.html

Pressemitteilung
Berlin, den 30.03.2005
Pressemitteilung 15/2005

Der Strafgefangene Frank K. (48) erlag heute morgen um 8.40 Uhr im Haftkrankenhaus der Berliner Vollzugsanstalten in Moabit nach vorläufiger ärztlicher Einschätzung einem akuten Herzstillstand.
Nachdem der Gefangene am frühen Morgen gegen 5.15 Uhr über Schmerzen im Brustbereich geklagt hatte, wurde er ambulant im Krankenhaus der Berliner Vollzugsanstalten in Moabit vorgestellt. Dort ergaben Untersuchungen an Herz und Lunge keine Hinweise auf eine akute Herzerkrankung. Die ärztlich vorsorglich empfohlene stationäre Unterbringung im dortigen Krankenhaus lehnte der Gefangene ab. Weil keine Beschwerden mehr vorlagen, wurde er gegen 6.15 Uhr in seinen Haftraum zurückgebracht und sollte sich später vorsorglich der Anstaltsärztin vorstellen.
Um 7.20 Uhr litt der Gefangene erneut unter Herzbeschwerden und wurde daraufhin unverzüglich wieder in das Krankenhaus gebracht und ärztlich behandelt, verlor dort aber nach kurzer Zeit das Bewusstsein. Die sofort durchgeführten Reanimationsmaßnahmen durch Arzt und Notarzt blieben erfolglos.
Frank K. verbüßte seit dem 08. Januar 2004 in der Justizvollzugsanstalt Moabit eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren wegen gemeinschaftlichen Betruges. Strafende wäre im Dezember 2005 gewesen.
Die Kriminalpolizei wurde informiert, eine Obduktion wurde veranlasst.

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Dieser Gefangene hatte starke Schmerzen und wurde nicht behandelt. Die mangelhafte medizinische Versorgung und damit Diskussionen zwischen Gefangenen und Personal führt oft zu Angriffen auf Gefangene oder Verzweiflungstaten: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050517.24878.html

Pressemitteilung
Berlin, den 17.05.2005
Pressemitteilung 24/2005

Am 13. Mai 2005, um 16.10 Uhr, wurde der Strafgefangene Michael R. (40) leblos aufgefunden. Er hatte sich am Fensterkreuz eines abgetrennten Toilettenraumes seines mehrfach belegten Haftraumes erhängt.
Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche durch zwei Bedienstete der Justizvollzugsanstalt blieben ohne Erfolg. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Michael R. befand sich seit 10. August 2004 zur Verbüßung einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren wegen räuberischen Diebstahls und zweier Ersatzfreiheitsstrafen wegen Diebstahls in Haft. Das Haftende war für den 25. Januar 2007 notiert.

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Tod nach 10 Tagen Moabit, wieder war es nicht vorhersehbar und der Gefangene selber Schuld dabei hätte die Zugangsuntersuchung eigentlich seine Haftunfähigkeit ergeben müssen:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050606.24920.html

Pressemitteilung
Berlin, den 06.06.2005
Pressemitteilung 28/2005

Heute morgen wurde der Untersuchungsgefangene Klaus-Peter W. (46) im Krankenhaus der Berliner Vollzugsanstalten in Moabit um 5.40 Uhr bei einer Kontrolle leblos aufgefunden.
Reanimationsmaßnahmen wurden sofort durch die diensthabende Ärztin des Krankenhauses und anschließend durch den zusätzlich herbeigerufenen Notarzt durchgeführt, wobei sich zunächst noch Herzaktionen mit Kammerflimmern zeigten. Um 6.35 Uhr konnte jedoch nur noch der Tod festgestellt werden.
Die Kriminalpolizei wurde benachrichtigt, die Obduktion zur Feststellung der Todesursache wurde veranlasst.
Klaus-Peter W. befand sich seit 26. Mai 2005 in der JVA Moabit. Weil er über zeitweise Atembeschwerden klagte, befand er sich seitdem auch in anstaltsärztlicher Behandlung. Eine beratende Hinzuziehung eines HNO-Facharztes lehnte er jedoch am 1. Juni ab. Nachdem er am Morgen des 5. Juni erneut über Beschwerden klagte, wurde er vorsorglich in das Haftkrankenhaus verlegt. Anzeichen für eine akute Ateminsuffizienz waren bei mehreren Kontrollen gestern nicht objektivierbar.
Klaus-Peter W. befand sich seit 26. Mai wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt in Moabit.

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Tod nach 2 Tagen Moabit. Er hatte "Stress" gemacht weil er Methadon brauchte. Damit "Stress machen" nicht zur Gewohnheit wird gibt es körperliche Sanktionen, z.B. in den Bunker schleppen und/oder Schläge. Kein Geheimnis in Moabit, Aufhängen mit Schnürsenkeln ist fast unmöglich. http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050621.24946.html

Pressemitteilung
Berlin, den 21.06.2005
Pressemitteilung 33/2005

Heute, am 21. Juni, wurde der 34jährige Strafgefangene Carsten G. um 1.15 Uhr leblos aufgefunden. Er hatte sich mit Schnürsenkeln am Fenster seines Haftraumes erhängt.
Der Arzt vom Dienst konnte nur noch den Tod feststellen. Auf Grund seiner Drogenabhängigkeit war Carsten G. im Vollzug stündlich kontrolliert worden. Es hatte keinerlei Anzeichen für eine Suizidgefährdung gegeben.
Carsten G. befand sich seit dem 19. Juni 2005 in der JVA Moabit, nachdem seine Haftstrafe zu Therapiezwecken zunächst zurückgestellt worden war. Er hätte bis August 2007 noch mehrere Freiheitsstrafen wegen verschiedener Vermögensdelikte zu verbüßen gehabt.

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Tod nach 6 Wochen Psychotrakt, diese Arztakte wird wohl nie jemand durchsehen dürfen:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050810.25035.html

Pressemitteilung
Berlin, den 10.08.2005
Pressemitteilung 42/2005

Heute, am 10. August, wurde der 27jährige Gefangene Daniel S. um 15 Uhr leblos in seinem Haftraum in der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der JVA Charlottenburg aufgefunden. Er hatte sich mit einem Gürtel am Gitter des Haftraumfensters erhängt.
Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos; ärztlich konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Der Gefangene befand sich auf Grund einer psychischen Erkrankung in der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der JVA Charlottenburg. Es hatte keinerlei Anzeichen für eine Suizidgefährdung gegeben.
Daniel S. war seit dem 23. Juni 2005 in der JVA Charlottenburg untergebracht. Er hätte voraussichtlich bis September 2005 noch eine Ersatzfreiheitsstrafe zu verbüßen gehabt, weil er ursprünglich verhängte Geldstrafen nicht bezahlt hatte

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Dieser Gefangene hatte wie alle U- Gefangenen 23 Stunden Einschluß am Tag, als er das erste Mal zum Sport durfte war sein Körper davon schon zu geschwächt, Schade das die Untersuchung auf Sporttauglichkeit vom Arzt nicht ernstgenommen wurde:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050930.25095.html

Pressemitteilung
Berlin, den 30.09.2005
Pressemitteilung Nr. 57/2005

Heute ist der 49jährige Untersuchungsgefangene Hans-Dieter V. um ca. 15.15 Uhr in den Duschräumen des Teilbereiches III der Justizvollzugsanstalt zusammengebrochen. Die von Mitgefangenen sofort zu Hilfe gerufenen Bediensteten leiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Der herbeigerufene Notarzt konnte trotz Reanimationsmaßnahmen nur noch den Tod feststellen. Die Todesursache ist noch unklar, Anzeichen für ein Fremdverschulden konnte nicht festgestellt werden.

Hans-Dieter V. war mit Urteil des Landgerichts Berlin vom 8. Juli 2005 zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren wegen Totschlags verurteilt worden. Das Urteil war noch nicht rechtskräftig. Er befand sich seit dem 12. Januar 2005 in der Justizvollzugsanstalt Moabit.

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Er war nicht haftfähig und hatte kein Geld, Tod nach 3 Wochen: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20051121.26064.html

Pressemitteilung
Berlin, den 21.11.2005
Pressemitteilung 78/2005

Am vergangenen Freitag, dem 18. November 2005, wurde der 47-jährige Strafgefangene Roland F. von einem Oberarzt der Krankenabteilung der JVA Charlottenburg leblos in seinem Krankenzimmer aufgefunden.

Nach ärztlicher Aussage ist der Tod des Gefangenen durch Herversagen eingetreten; es liegen keinerlei Anzeichen für ein Fremdverschulden vor. Am 1. November 2005 hatte er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 95 Tagen wegen Diebstahls geringwertiger Sachen angetreten; Strafende wäre der 3. Februar 2006 gewesen

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Tod nach 4 Tagen Moabit, komisch nur das auch im KBVA kein Gefangener auf dem Flur rumlaufen darf, so kann es jedenfalls nicht gewesen sein: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20051227.26109.html

Pressemitteilung
Berlin, den 27.12.2005
Pressemitteilung 88/2005

Am 26. Dezember 2005, um 20.20 Uhr, wurde der Untersuchungsgefangene Uwe R. (45) auf dem Stationsflur der Station II im Krankenhaus der Berliner Vollzugsanstalten in Moabit bewusstlos von zwei Krankenpflegekräften aufgefunden. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen des Krankenpflegepersonals und des herbeigerufenen Arztes vom Dienst, der diese bis zum Eintreffen des Notarztwagens fortgesetzt hatte, und auch die weiteren Wiederbelebungsversuche des Notarztes blieben erfolglos. Um 20.50 Uhr konnte der Notarzt nur noch den Tod des Inhaftierten feststellen. Eine Obduktion wurde veranlasst.

Uwe R. befand sich seit 22. Dezember 2005 wegen des Verdachts des gemeinschaftlich gewerbsmäßigen Betruges in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt in Moabit.

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Wie es wirklich war kann hier die Redaktion des Lichtblick sagen, die Zeitung hatte darüber berichtet:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060102.26114.html

Pressemitteilung
Berlin, den 02.01.2006
Pressemitteilung 1/2006

Am 1. Januar 2006, um 8.35 Uhr, wurde der Inhaftierte Michael M. leblos in seinem Haftraum in der JVA Tegel aufgefunden. Nach umgehend durchgeführten Reanimationsversuchen konnte der herbeigerufene Notarzt nur noch den Tod des 27-Jährigen feststellen. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden liegen nicht vor. Eine Obduktion wurde veranlasst.

Michael M. befand sich seit dem 30. Oktober 2003 wegen Körperverletzung und Beleidigung in der JVA Tegel; voraussichtliches Strafende wäre der 22. April 2006 gewesen.

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Eigentlich unzulässig, mit 7 Monaten Strafhaft unter den Hochsicherheitsbedingungen der U- Haft:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060316.1300.36667.html

Pressemitteilung Nr. 24/2006 vom 16.03.2006
Gestern, um 14.30 Uhr, wurde der Strafgefangene Marian S. (40) leblos in seinem Haftraum in der JVA Moabit aufgefunden. Er hatte sich mit einer aus einem Bettlaken hergestellten Schlin-ge am Fensterkreuz erhängt. Der unverzüglich herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod des Inhaftierten feststellen.

Marian S. befand sich seit gestern auf Grund eines Vollstreckungshaftbefehls der Staatsan-waltschaft Gera in der JVA Moabit; wegen Urkundenfälschung hatte er eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten zu verbüßen. Anhaltspunkte für eine Suizidgefährdung hatte es vor dem Frei-tod des Inhaftierten nicht gegeben.

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Tod nach einer Woche, krank und ohne Geld: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060427.1400.38925.html

Pressemitteilung Nr. 32/2006 vom 27.04.2006
In der Nacht vom 25. auf den 26. April 2006 verstarb in der JVA Plötzensee Horst H., der eine Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen wegen Diebstahls verbüßte. Ein sofort herbeigerufener Notarzt stellte nach erfolglosen Erste-Hilfe-Maßnahmen um 2.32 Uhr den Tod des Inhaftierten fest. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden liegen nicht vor. Eine Obduktion wurde veranlasst.

Der 45-Jährige befand sich seit dem 19. April 2006 in der JVA Plötzensee.

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Dieser Fall führte zu internationalen Komplikationen: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060503.1450.39274.html
siehe auch: http://www.blick.ch/sonntagsblick/aktuell/artikel36275 , http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,415119,00.html

Pressemitteilung Nr. 35/2006 vom 03.05.2006
Heute gegen 8.35 Uhr wurde der Untersuchungsgefangene Aamir C. tot in seinem Haftraum in der JVA Moabit aufgefunden. Der 28-Jährige hatte sich mit Hilfe einer aus seiner Bekleidung gefertigten Schlinge am Fenstergitter erhängt.

Aamir C. befand sich seit dem 20. März 2006 in Untersuchungshaft wegen des Verdachts einer Nötigung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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Und wie muss es im Frauenvollzug sein wenn das die Lösung ist:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060512.1605.40001.html

Pressemitteilung Nr. 40/2006 vom 12.05.2006
Gestern, gegen 22.35 Uhr, wurde die Strafgefangene Katja-Janina S. tot in ihrem Haftraum in der JVA für Frauen Berlin aufgefunden. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich die 23-Jährige mittels einer über den Kopf gezogenen Plastiktüte und einer Überdosis Rauschgift das Leben genommen. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Um 23.00 Uhr konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Die Obduktion ist von der Staatsanwaltschaft veranlasst worden.
Frau S. befand sich seit dem 12. August 2005 wegen schwerer räuberischer Erpressung in der JVA für Frauen Berlin. Strafende wäre der 15. Januar 2007 gewesen.

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Tod nach 5 Tagen Moabit, komisch wie viele nicht mehr leben wollen obwohl dort alles in Ordnung ist:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060517.1515.40346.html

Pressemitteilung Nr. 42/2006 vom 17.05.2006
Heute gegen 16.05 Uhr wurde der Untersuchungsgefangene Pawel G. tot in seinem Haftraum in der JVA Moabit aufgefunden. Der 24-Jährige hatte sich erhängt.
Pawel G. befand sich seit dem 12. Mai 2006 in Untersuchungshaft wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung. Anhaltspunkte für eine Suizidgefahr hatte es nicht gegeben.

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Und wieder Tod im Psychotrakt: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060522.1415.40618.html

Pressemitteilung Nr. 45/2006 vom 22.05.2006
Heute gegen 7.05 Uhr wurde der Untersuchungsgefangene Harry A. tot in seinem Haftraum in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Vollzugskrankenhauses der JVA Charlottenburg aufgefunden. Der 51-Jährige hatte sich erhängt.

Harry A. befand sich seit dem 7. Februar 2006 in Untersuchungshaft wegen des Verdachts eines Totschlags und war am 11. April 2006 wegen psychischer Auffälligkeiten in die Krankenabteilung verlegt worden.

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Untersuchungshaft darf normalerweise nur 6 Monate dauern, in den Tod getrieben durch schlechte Haftbedingungen:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060615.0825.42242.html

Pressemitteilung Nr. 57/2006 vom 15.06.2006
Heute gegen 8.55 Uhr wurde der Untersuchungsgefangene Andreas P. (34) leblos in seinem Haftraum in der JVA Moabit aufgefunden. Er hatte sich am Fensterkreuz seines Haftraums erhängt. Der unverzüglich herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod des Inhaftierten feststellen.
Andreas P. befand sich seit dem 24. Juli 2005 auf Grund eines Haftbefehls vom 6. Juni 2005 in der JVA Moabit. Er war u.a. wegen schweren Menschenhandels angeklagt. Anhaltspunkte für eine Suizidgefährdung hatte es vor dem Freitod des Inhaftierten nicht gegeben.

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Die gegenwärtige Todesserie in Moabit und Tegel hält an:
http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060623.1415.43014.html

Pressemitteilung Nr. 63/2006 vom 23.06.2006
Heute gegen 6.30 Uhr wurde der Untersuchungsgefangene Christian G. (41) beim Morgenaufschluss leblos in seinem Haftraum in der JVA Moabit aufgefunden. Er hatte sich am Fensterkreuz seines Haftraums erhängt. Der unverzüglich herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod des Inhaftierten feststellen.
Christian G. befand sich seit dem 20. April 2006 in der JVA Moabit. Er wurde einer gefährlichen Körperverletzung sowie eines Raubes beschuldigt. Anhaltspunkte für eine Suizidgefährdung hatte es vor dem Freitod des Inhaftierten nicht gegeben.

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Auf die kleine Anfrage der PDS im Abgeordnetenhaus gab die Senatsverwaltung teilweise falsche Antworten. http://www36.websamba.com/Soligruppe/data/stuff/ka15-13341.pdf

Die Gründe für die Todesfälle in der JVA Tegel sind:
- Verwahrvollzug ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung bei schlechter medizinischer und psychologischer Versorgung.

für die JVA Moabit gilt:
- Hochsicherheitsvollzug mit brutalem Personal um die U- Gefangenen vor Prozess weich zu kochen
- ständiges Ansteigen der Strafen, keine Zukunftsperspektive
- medizinische Versorgung mangelhaft und auf konfrontationsniveau

Es gibt Zeugen dafür das der Senat die Zustände in der JVA Moabit entweder nicht kennt oder die Haftbedingungen beschönigend der Öffentlichkeit präsentiert. Die Internetseite der JVA Moabit : http://www.berlin.de/senjust/Justizvollzug/mbt/historie.html musste wegen ihres geringen Wahrheitsgehalts schon vom Netz genommen werden.

Mehr Infos über die schlechte medizinische Versorgung und gewaltsame Übergriffe von JVA Beamten gibts hier: soligruppe@no-log.org