Todesfälle im Berliner Strafvollzug 2006 - Eine Zusammenstellung Betrifft:
Todesfälle in Berliner Justizvollzugsanstalten, Presseberichte
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.06.2006/2605555.asp In letzter
Zeit ist es zu einer Häufung von "Selbstmorden"
und anderen Todesfällen besonders in der JVA Moabit und JVA Tegel
gekommen. Die Pressemitteilungen der Senatsverwaltung für Justiz
sind so nicht immer korrekt, z.B.: Tod
eines Strafgefangenen in der JVA Moabit Der serbische Strafgefangene
Bozidar S. (28) ist heute gegen 8.35 Uhr in der JVA Moabit leblos aufgefunden
worden.
In diesem
Fall wie in anderen auch waren die strikte und völlig sinnlose Trennung
von der Aussenwelt in Verbindung mit dem ignoranten Verhalten des Personals
und medizinische Unterversorgung ursächlich, hier gibt es mehr Infos
zu diesem "Selbstmord": --------------------------------------------------------------------------- In
diesem Fall durfte ein Gefangener auch nach über 18 Jahren Haft nicht
in Freiheit sterben: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20040616.21104.html Der Strafgefangene
Thomas S. (51) ist heute morgen um 6.35 Uhr im Krankenbett des Krankenhauses
der Berliner Vollzugsanstalten verstorben. --------------------------------------------------------------------------- Dieser Gefangene
war noch jung aber nach 3 Monaten U- Haft plötzlich gestorben. http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20040709.21412.html Pressemitteilung Heute morgen gegen
6.30 Uhr wurde der türkische Inhaftierte Serdar Y. (39) in seinem
Einzelhaftraum in der JVA Moabit leblos aufgefunden. --------------------------------------------------------------------------- Grade bei der Aufnahme von Gefangenen geben sich die Beamten besonders ruppig um Widerspruch im Keim zu ersticken und dieser Tod wäre leicht zu verhindern gewesen: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050207.23914.html Pressemitteilung Der türkische
Untersuchungsgefangene Fatih S. (20) hat sich gestern in der Jugendstrafanstalt
Berlin das Leben genommen. --------------------------------------------------------------------------- Noch keine 2 Monate in Haft wurde diese Gefangene für eine Simulantin gehalten, das ist die normale Reaktion vom Personal des KBVA: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050225.24097.html Pressemitteilung Die Strafgefangene Jutta M. (63) ist am heutigen Morgen um 6.35 Uhr tot aufgefunden worden. Sie ist am Vortag aufgrund unklarer Beschwerden aus der
Justizvollzugsanstalt für Frauen in das Krankenhaus Maria-Heimsuchung,
Caritas-Klinik Pankow, ausgeführt worden. Dort konnte man keine konkrete
Diagnose stellen. --------------------------------------------------------------------------- Die übliche Ausrede des KBVA Personals- es war medizinisch nichts feststellbar und der Gefangene hat ärztlichen Rat nicht befolgt. Ob die gereizte Stimmung innerhalb des Personals verbunden mit minimalem Untersuchungsaufwand und dem Bild vom Gefangenen als Gegner hier ein Rolle spielte wurde nicht untersucht, die Kommunikation der Beamten untereinander ist mangelhaft: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050330.24453.html Pressemitteilung Der Strafgefangene
Frank K. (48) erlag heute morgen um 8.40 Uhr im Haftkrankenhaus der Berliner
Vollzugsanstalten in Moabit nach vorläufiger ärztlicher Einschätzung
einem akuten Herzstillstand. --------------------------------------------------------------------------- Dieser Gefangene hatte starke Schmerzen und wurde nicht behandelt. Die mangelhafte medizinische Versorgung und damit Diskussionen zwischen Gefangenen und Personal führt oft zu Angriffen auf Gefangene oder Verzweiflungstaten: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050517.24878.html Pressemitteilung Am 13. Mai 2005, um
16.10 Uhr, wurde der Strafgefangene Michael R. (40) leblos aufgefunden.
Er hatte sich am Fensterkreuz eines abgetrennten Toilettenraumes seines
mehrfach belegten Haftraumes erhängt. --------------------------------------------------------------------------- Tod
nach 10 Tagen Moabit, wieder war es nicht vorhersehbar und der
Gefangene selber Schuld dabei hätte die Zugangsuntersuchung eigentlich
seine Haftunfähigkeit ergeben müssen: Pressemitteilung Heute morgen wurde
der Untersuchungsgefangene Klaus-Peter W. (46) im Krankenhaus der Berliner
Vollzugsanstalten in Moabit um 5.40 Uhr bei einer Kontrolle leblos aufgefunden. --------------------------------------------------------------------------- Tod nach 2 Tagen Moabit. Er hatte "Stress" gemacht weil er Methadon brauchte. Damit "Stress machen" nicht zur Gewohnheit wird gibt es körperliche Sanktionen, z.B. in den Bunker schleppen und/oder Schläge. Kein Geheimnis in Moabit, Aufhängen mit Schnürsenkeln ist fast unmöglich. http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20050621.24946.html Pressemitteilung Heute, am 21. Juni,
wurde der 34jährige Strafgefangene Carsten G. um 1.15 Uhr leblos
aufgefunden. Er hatte sich mit Schnürsenkeln am Fenster seines Haftraumes
erhängt. --------------------------------------------------------------------------- Tod
nach 6 Wochen Psychotrakt, diese Arztakte wird wohl nie jemand
durchsehen dürfen: Pressemitteilung Heute, am 10. August,
wurde der 27jährige Gefangene Daniel S. um 15 Uhr leblos in seinem
Haftraum in der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der JVA Charlottenburg
aufgefunden. Er hatte sich mit einem Gürtel am Gitter des Haftraumfensters
erhängt. --------------------------------------------------------------------------- Dieser
Gefangene hatte wie alle U- Gefangenen 23 Stunden Einschluß am Tag,
als er das erste Mal zum Sport durfte war sein Körper davon schon
zu geschwächt, Schade das die Untersuchung auf Sporttauglichkeit
vom Arzt nicht ernstgenommen wurde: Pressemitteilung Heute ist der 49jährige Untersuchungsgefangene Hans-Dieter V. um ca. 15.15 Uhr in den Duschräumen des Teilbereiches III der Justizvollzugsanstalt zusammengebrochen. Die von Mitgefangenen sofort zu Hilfe gerufenen Bediensteten leiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Der herbeigerufene Notarzt konnte trotz Reanimationsmaßnahmen nur noch den Tod feststellen. Die Todesursache ist noch unklar, Anzeichen für ein Fremdverschulden konnte nicht festgestellt werden. Hans-Dieter V. war mit Urteil des Landgerichts Berlin vom 8. Juli 2005 zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren wegen Totschlags verurteilt worden. Das Urteil war noch nicht rechtskräftig. Er befand sich seit dem 12. Januar 2005 in der Justizvollzugsanstalt Moabit. --------------------------------------------------------------------------- Er war nicht haftfähig und hatte kein Geld, Tod nach 3 Wochen: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20051121.26064.html Pressemitteilung Am vergangenen Freitag, dem 18. November 2005, wurde der 47-jährige Strafgefangene Roland F. von einem Oberarzt der Krankenabteilung der JVA Charlottenburg leblos in seinem Krankenzimmer aufgefunden. Nach ärztlicher Aussage ist der Tod des Gefangenen durch Herversagen eingetreten; es liegen keinerlei Anzeichen für ein Fremdverschulden vor. Am 1. November 2005 hatte er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 95 Tagen wegen Diebstahls geringwertiger Sachen angetreten; Strafende wäre der 3. Februar 2006 gewesen --------------------------------------------------------------------------- Tod nach 4 Tagen Moabit, komisch nur das auch im KBVA kein Gefangener auf dem Flur rumlaufen darf, so kann es jedenfalls nicht gewesen sein: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20051227.26109.html Pressemitteilung Am 26. Dezember 2005, um 20.20 Uhr, wurde der Untersuchungsgefangene Uwe R. (45) auf dem Stationsflur der Station II im Krankenhaus der Berliner Vollzugsanstalten in Moabit bewusstlos von zwei Krankenpflegekräften aufgefunden. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen des Krankenpflegepersonals und des herbeigerufenen Arztes vom Dienst, der diese bis zum Eintreffen des Notarztwagens fortgesetzt hatte, und auch die weiteren Wiederbelebungsversuche des Notarztes blieben erfolglos. Um 20.50 Uhr konnte der Notarzt nur noch den Tod des Inhaftierten feststellen. Eine Obduktion wurde veranlasst. Uwe R. befand sich seit 22. Dezember 2005 wegen des Verdachts des gemeinschaftlich gewerbsmäßigen Betruges in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt in Moabit. --------------------------------------------------------------------------- Wie es wirklich
war kann hier die Redaktion des Lichtblick sagen, die Zeitung hatte darüber
berichtet: Pressemitteilung Am 1. Januar 2006, um 8.35 Uhr, wurde der Inhaftierte Michael M. leblos in seinem Haftraum in der JVA Tegel aufgefunden. Nach umgehend durchgeführten Reanimationsversuchen konnte der herbeigerufene Notarzt nur noch den Tod des 27-Jährigen feststellen. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden liegen nicht vor. Eine Obduktion wurde veranlasst. Michael M. befand sich seit dem 30. Oktober 2003 wegen Körperverletzung und Beleidigung in der JVA Tegel; voraussichtliches Strafende wäre der 22. April 2006 gewesen. --------------------------------------------------------------------------- Eigentlich
unzulässig, mit 7 Monaten Strafhaft unter den Hochsicherheitsbedingungen
der U- Haft: Pressemitteilung Nr. 24/2006 vom 16.03.2006 Marian S. befand sich seit gestern auf Grund eines Vollstreckungshaftbefehls der Staatsan-waltschaft Gera in der JVA Moabit; wegen Urkundenfälschung hatte er eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten zu verbüßen. Anhaltspunkte für eine Suizidgefährdung hatte es vor dem Frei-tod des Inhaftierten nicht gegeben. --------------------------------------------------------------------------- Tod nach einer Woche, krank und ohne Geld: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060427.1400.38925.html Pressemitteilung Nr. 32/2006 vom 27.04.2006 Der 45-Jährige befand sich seit dem 19. April 2006 in der JVA Plötzensee. --------------------------------------------------------------------------- Dieser
Fall führte zu internationalen Komplikationen: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060503.1450.39274.html Pressemitteilung
Nr. 35/2006 vom 03.05.2006 Aamir C. befand sich seit dem 20. März 2006 in Untersuchungshaft wegen des Verdachts einer Nötigung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. --------------------------------------------------------------------------- Und
wie muss es im Frauenvollzug sein wenn das die Lösung ist: Pressemitteilung
Nr. 40/2006 vom 12.05.2006 --------------------------------------------------------------------------- Tod
nach 5 Tagen Moabit, komisch wie viele nicht mehr leben wollen obwohl
dort alles in Ordnung ist: Pressemitteilung
Nr. 42/2006 vom 17.05.2006 --------------------------------------------------------------------------- Und wieder Tod im Psychotrakt: http://www.berlin.de/sen/justiz/presse/archiv/20060522.1415.40618.html Pressemitteilung Nr. 45/2006 vom 22.05.2006 Harry A. befand sich seit dem 7. Februar 2006 in Untersuchungshaft wegen des Verdachts eines Totschlags und war am 11. April 2006 wegen psychischer Auffälligkeiten in die Krankenabteilung verlegt worden. --------------------------------------------------------------------------- Untersuchungshaft
darf normalerweise nur 6 Monate dauern, in den Tod getrieben durch schlechte
Haftbedingungen: Pressemitteilung
Nr. 57/2006 vom 15.06.2006 --------------------------------------------------------------------------- Die gegenwärtige Todesserie
in Moabit und Tegel hält an: Pressemitteilung Nr.
63/2006 vom 23.06.2006 --------------------------------------------------------------------------- Auf die kleine Anfrage der PDS im Abgeordnetenhaus gab die Senatsverwaltung teilweise falsche Antworten. http://www36.websamba.com/Soligruppe/data/stuff/ka15-13341.pdf Die Gründe
für die Todesfälle in der JVA Tegel sind: für die JVA
Moabit gilt: Es gibt Zeugen dafür das der Senat die Zustände in der JVA Moabit entweder nicht kennt oder die Haftbedingungen beschönigend der Öffentlichkeit präsentiert. Die Internetseite der JVA Moabit : http://www.berlin.de/senjust/Justizvollzug/mbt/historie.html musste wegen ihres geringen Wahrheitsgehalts schon vom Netz genommen werden. Mehr Infos über die schlechte medizinische Versorgung und gewaltsame Übergriffe von JVA Beamten gibts hier: soligruppe@no-log.org
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