JVA-Tegel wird endgültig zum "Neonazi-Streichelzoo" während Antifaschismus als Haftgrund etabliert wird.

Mariken Kohlhaas von der Christian S. Soligruppe fehlen die Worte: "Das Neue Clubhaus der Neonazi-"Rockergang" Vandalen ist offenbar die JVA-Tegel, die selbe Haftanstalt die das Kriterium "Antifaschismus" als negatives Kriterium beim Vollzugsplan einführt."

Siehe: http://www36.websamba.com/Soligruppe/data/vollzugsplan_tegel.htm

Neonazi-Streichelzoo JVA-Tegel
Mehr als ein dutzend Neonazis können in der Berliner Haftanstalt frei agieren, sich treffen, Interviews geben und unbeanstandet ihre Zeitungen bekommen, während der einzige inhaftierte Antifaschist Christian S. keinerlei Rechte zugestanden werden und ihm seine antifaschistische Einstellung als Haftgrund in den Vollzugsplan geschrieben wird. Neuester Gast in der JVA-Tegel ist der Berliner Neonazi Alexander-Willibald Bahls.

Siehe: http://www36.websamba.com/Soligruppe/data/nazis_tegel.htm

Willkommen im Club Alexander Bahls
Am 6. Oktober 2006 wurde Alexander-Willibals Bahls von Beamten des LKA in Berlin festgenommen. Bahls war Betreiber des Berliner Neonazi-Ladens „Parzifal“. Offizieller Mieter des seit Oktober 2005 betriebenen Ladens in Oberschöneweide war die Firma Accessoires Geschäftshandel Deutschland. Geschäftsführer der Firma war Philipp Schlaffer (Pseudonym: Harry Andersen) aus Wismar. Alexander-Willibald Bahls ist Gründungsmitglied der 1994 ins Leben gerufenen Neonazi-Skinband „Spreegeschwader“, die in der Szene als „Stellvertreter“ der durch das Berliner Kammergericht als kriminelle Vereinigung verbotenen Neonazi-Band „Landser" gilt. Dessen Frontmann war der ebenfalls in der JVA-Tegel inhaftierte Neonazis Regener. Bahls wird - wie Regener - der Neonazi-Gang „Vandalen – Ariogermanische Kampfgemeinschaft“ zugerechnet. Bahls hat am 5. Oktober 2006 gemeinsam mit weiteren Tätern die Wohnung von Schlaffer in Wismar gestürmt und diesen massiv mit einer Axt bedroht. Gefordert wurde eine fünfstellige Summe als Entschädigung für die Vermarktung von Neonazi-Artikeln im „Parzifal“. Bahls stahl 600 Euro, drei EC-Karten und eine Kreditkarte.

http://www.turnitdown.de/692.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Spreegeschwader
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/10/19/a0272

Haftgrund Antifaschismus
Christian S. aus Berlin ist seit Juli 2007 für insgesamt 45 Monate inhaftiert, weil er zweimal (März 2000 / Mai 2004) am Rande von Neonaziaufmärschen in Berlin protestierte und dabei z.T. Barrikaden auf der Route errichtete. Seine Hoffnungen auf Offenen Vollzug (tagsüber zur Arbeit, nachts in der JVA) oder auf Abmilderung der Strafe auf 2/3 Haftzeit wurde ihm verwehrt. Nach Ansicht der Anstaltsleitung der JVA-Tegel habe er „Hass auf faschistische Organisationen“ und sei deshalb nicht resozialisierungsfähig. Auch sein Umfeld wäre aufgrund der antifaschistischen Meinung potentiell kriminell. Die Presseartikel über ihn – bzw. der Bedrohung der er durch Neonazis ausgesetzt war - würden belegen, dass er Symbolfigur für andere Antifaschisten ist und daher an ihm eine Art Exempel zu statuieren sei.

Zitat: Die Tatmotivation liegt offensichtlich in der tiefen politischen Überzeugung des Herrn S., der sich als Antifaschist bezeichnet und jegliche Form der Gewaltverherlichung und Gewaltherrschaft ablehnt. Mit einem großen Maß an verinnerlichter Wut, Verachtung und Hass gegenüber (staatlich geduldeter) rechtsorientierter Gruppierungen ist es ihm nicht möglich, dem "politischen Gegner" mit staatlich legalen Mitteln entgegenzutreten."

Und weiter heißt es im Vollzugsplan der Einweisungsabteilung in der JVA Tegel:

"Herr S. handelt - wie bereits ausgeführt - aus politischer Überzeugung (...) Es erscheint dabei durchaus nachvollziehbar, dass die Situation eine gewisse Eigendynamik entwickelt, die aufgrund von Wut und Verachtung dem politischen Gegnern gegenüber, gepaart mit in dieser Situation empfundener Machtlosigkeit entsteht (...) dass er aus Hass und Verachtung gegenüber faschischtisch geprägter Organisationen grundsätzlich selbst nicht hinreichend kontrolliert in der Lage ist, politische Überzeugungsarbeit auf demokratischem, parlamentarischem Weg zu leisten und zu Mitteln greift, die er in der Ideologie seiner politischen Gegner verabscheut“

Wie schon bei den Gerichtsverfahren gegen ihn, ist keine Rede von den eigentlich selbstverständlichen humanistisch-demokratischen Grundpfeiler, der im Antifaschismus eine tragende Rolle spielt und wesentlicher Antrieb für Christian ist. Stattdessen werden seine Akte des zivilen Ungehorsames gegen das Erstarken menschenfeindlicher Ideologie zu Taten gegen das Gemeinwohl überdramatisiert und antifaschistisches Engagement fernab von Partei- und Verbandsarbeit als kriminell stigmatisiert.