Neonazis
in der JVA-Tegel (Stand 08/07)
In
Haus I gibt es ein Clique BFC-Hooligans, die sich mit Thor Steinar Sachen
uniformieren. Hakenkreuz Tatoos werden überall in der JVA unbeanstandet
gezeigt. Diese Leute grüßen sich untereinander mit "Sport
Frei 88". Nazis werden bevorzugt da eingesetzt wo die Schließer
Vertraute haben wollen, also Hauskammer, Werkstatt etc.
Doch
es gibt auch organisierte Neonazis, die im Knast ihre Strukturen aufrechterhalten
und ausbauen.
Im einzelnen vertritt die HNG
(Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene) folgende Neonazis
Sebastian
Dahl
Am 14. Juli 2001 kam es zu einem Brandanschlag auf das antirassistische
Festival „Le monde est à nous“ in Königswusterhausen
/ KW (Brandenburg). Die Neonazis Ingo Nitschke (Dresden), Christian Anders
(Wunsiedel) und Sebastian Dahl (Berlin) warfen mehrere Molotowcocktails
auf die Bühne. Die dort schlafenden Jugendlichen entgingen nur knapp
einer Katastrophe. Mit an dem Angriff beteiligt war Jeannine Paris welche
das Fluchtfahrzeug fuhr. Nur zwei Wochen am 30. Juli 2001 gab es einen
weiteren Brandanschlag der Neonazis Dahl, Paris, Nitschke und Martin Harder
(KW). Diesmal verfehlten die Molotowcocktail nur knapp den Wohnwagen einer
Sinti und Roma Familie mit fünf Kindern in Wildau, einem Nachbarort
von KW. Sebastian Dahl wurde wegen beider Angriffe vom Gericht für
schuldig befunden und zu einer mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Mit Urteil vom 8. Juli 2004 wurde Dahl durch das Amtsgericht Tiergarten
wegen versuchter Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung
in Tateinheit mit Beleidigung schuldig gesprochen. Eine Entscheidung darüber,
ob eine Jugendstrafe verhängt werden soll, wurde damals für
die Dauer von 1 Jahr nach Bewährungsauflagen zurückgestellt.
Am 2. August 2003 rempelte er einen Vietnamesen auf der Veranstaltung
„Biermeile“ in Berlin Friedrichshain an, verfolgte ihn, nahm
ihn in den Schwitzkasten und rief dabei „Was willst du? Komm her
du Japse, du Penner!“. Weiterhin schlug er ihm ins Gesicht und mit
einer Glasflasche auf den Kopf, dadurch erlitt der Angegriffene eine Platzwunde
und fiel zu Boden.
In einem Interview auf der neonazistischen Internetseite jva-report.com
erklärt der Neonazi Sebastian Dahl offen heraus, dass sich die knasteigene
Neonaziszene der JVA-Tegel regelmäßig jeden zweiten Sonntag
in der Kirche treffen würde, um Kameradschaftsabende zu veranstalten.
Unter anderem die Neonazigewalttäter Matthias Lange, Manuel Sandmann
und Oliver Oeltze.
http://freeweb.dnet.it/treptow/suedostbote.pdf
und http://www.jva-report.com/html/gesprach3.html
und http://www.inforiot.de/news.php?topic=news&article_id=13550
Lutz Schillock
Die bekannten Berliner Neonazis Lutz Schillock und Detlef Nolde (zuvor
Chlolewa) wurden am 16. April 1997 in Berlin Adlershof verhaftet. Kurz
zuvor waren deren „Kameraden“ Olaf Schmidke und Chris Danneil
(Wittenberg / Kameradschaft Elbe-Ost) auf offener Strasse von den Beiden
erstochen worden. (siehe Antifaschistische Infoblatt # 39). Lutz Schillok
wurde wegen zweifachen Totschlags zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Kleine
Anfrage (13/8105) und Antwort der Bundesregierung zum Hintergrund des
Verfahrens gegen Schillock und Nolde
freeweb.dnet.it/treptow/presse97.htm
www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/46/12b.htm
www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/49/12b.htm
www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Welt;art118,2157811
Oliver Oeltze
Der als Gewalttäter bekannte Neonazi Oliver Oeltze wurde vom Potsdamer
Amtsgericht zu einer Haftstrafe von 2 Jahren ohne Bewährung verurteilt.
Er hatte am 19. Juni 2005 aus einer Gruppe von 15 Neonazis heraus in einer
Potsdamer Straßenbahn zwei Männer zusammengeschlagen, weil
einer ein Shirt mit der Aufschrift "Mein Freund ist Ausländer"
trug. Das Gericht sah ihn als Initiator und Haupttäter des Überfalls.Oeltze
wurde bereits in einem ähnlichen Fall zu 4 Jahren Haft verurteilt.
Er hatte in Potsdam zwei Linke angegriffen und lebensgefährlich verletzt.
Beim "Tram-Überfall” wurde sechs Neonazis versuchter Mord
vorgeworfen, sie hatten mit einer abgebrochenen Bierflasche einem ihrer
Opfer in den Hals gestochen.
media.de.indymedia.org/images/2006/10/159558.jpg
aw.antifa.de/pdf/fightback03.pdf
Michael Regener
(alias „Lunikoff“)
Der Sänger der Neonaziband Landser sitzt ebenfalls in der Justizvollzugsanstalt
Berlin-Tegel eine Haftstrafe von 3 Jahren und 4 Monaten in Haus III ab.
Er war im Dezember 2003 vom Berliner Kammergericht wegen Volksverhetzung
und Rädelsführerschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt
worden. Er gilt als Kopf der gewalttätigen und stark waffeninteressierten
Neonazi-Rockergang „Vandalen – ariogermanische Kampfgemeinschaft“.
Die NPD-Demo für ihn im Oktober 2006 hat ihm Ansehen gebracht.
newsimg.bbc.co.uk/media/images/40915000/jpg/_40915731_singerap203.jpg
www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/61/6.php
Alexander
Willibals Bahls
Am 06. Oktober 2006 wurde Alexander-Willibals Bahls von Beamten des LKA
in Berlin festgenommen. Bahls war Betreiber des Berliner Neonazi-Ladens
„Parzifal“ im August 2006. Offizieller Mieter des seit Oktober
2005 betriebenen Ladens in Oberschöneweide war die Firma Accessoires
Geschäftshandel Deutschland. Geschäftsführer der Firma
war Philipp Schlaffer. (Pseudonym: Harry Andersen) aus Wismar. Alexander-Willibald
Bahls ist Gründungsmitglied der 1994 ins Leben gerufenen Neonazi-Skinband
„Spreegeschwader“, die in der Szene als „Stellvertreter“
der durch das Berliner Kammergericht als kriminelle Vereinigung verbotenen
Neonazi-Band „Landser“ gilt. Dessen Frontmann war der ebenfalls
in der JVA-Tegel inhaftierte Neonazis Regener. Bahls wird wie Regener
der Neonazi-Gang „Vandalen – Ariogermanische Kampfgemeinschaft“
zugerechnet.
Bahls hat am
5. Oktober 2006 gemeinsam mit weiteren Tätern die Wohnung von Schlaffer
in Wismar gestürmt und diesen massiv mit einer Axt bedroht. Gefordert
wurde eine fünfstellige Summe als Entschädigung für die
Vermarktung von Neonazi-Artikeln im „Parzifal“, Bahls stahl
600 Euro, drei EC-Karten und eine Kreditkarte.
http://www.turnitdown.de/692.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Spreegeschwader
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/10/19/a0272
Mitglieder
der "Deutschen Schläger Gruppe"
Im
Mai 2005 wurde eine Gruppe namens „Deutsche Schläger Gruppe“
in Berlin-Grünau aktiv, die in ihrer Freizeit an einem Imbiss am
S-Bahnhof herumlungerte. Diese ernannten sich selbst zu „Pädophilieenjägern“.
Die Mitglieder dieser rechtsextremen Gruppe kamen größtenteils
aus Berlin-Altglienicke und Berlin-Grünau. Ihr Anführer war
der damals 26-Jährige Sascha PIOTRASCHKE aus Köpenick. Sie waren
für mehrere grausame Gewalttaten im Bezirk verantwortlich. Am 1.Mai
2005 wurde am besagten Imbiss ein 40-Jähriger als Opfer auserkoren.
Mit ihm ging die 17-Jährige Jennifer MCKEMEY, als Lockvogel wirkend,
nach Hause. Dort angekommen öffnete sie ihren Komplizen die Tür.
Sascha PIOTRASCHKE, sowie Nico ZOSCHKE und Gordon Alexander PRUSKY schlugen
und folterten den Mann, den sie als Pädophilien beschuldigt hatten.
Dies geschah u.a. mit einem Bügeleisen, danach raubten diesen aus.
Das Opfer lag zwei Tage lang bewusstlos in seiner Wohnung und musste sich
drei Wochen im Krankenhaus behandeln lassen. Am 11.05. und 12.05. drang
die selbe Gruppe in eine Adlershofer und in eine Altglienicker Wohnung
ein, um dort wiederum zwei Personen zu verprügeln. Zusätzlich
schlugen sie auf dem Weg nach Adlershof zwei Punks zusammen. Laut der
„Morgenpost“ gehörten einige der Täter zum Umfeld
der BASO. Im März 2006 wurden einige Mitglieder der 11-köpfigen
Gruppe zu zwei Jahren auf Bewährung bis neuneinhalb Jahren Haft verurteilt.
http://aak.antifa.de/WhatsUp2.pdf
http://aw.antifa.de/pdf/fightback03.pdf
Manuel
Sandmann
Am
5. November 1999 wurde die Leiche von Kurt S. (38) auf einem stillgelegten
Urnenfriedhof in der Rudolf-Reusch-Straße an der Grenze zu Lichtenberg
gefunden. Er wurde erschlagen. Vier Neonazis wurden daraufhin in einer
Wohnung im Hoernerweg festgenommen. Im April 2004 werden alle Tatbeteiligten
zu lebenslanger Haft (Michael Voigt, Manuel Sandmann) bzw. zu 8 Jahren
(Björn Oberjartel) und 8,5 Jahren (Carsten Ufer) Jugendstrafe verurteilt.
Eigenen Angaben zufolge zählen sich alle vier zu der in Deutschland
verbotenen militanten Neonaziorganisation Hammerskins.
Manuel Sandmann war noch eigenen Gründen Gründer der Kameradschaft
14 / 88 und einer Neonaziband in Berlin. Er wird regelmäßig
von Neonazis aus dem Umfeld der Lichtenberger Kameradschaft Spreewacht
Berlin (KSW) besucht und gegrüßt.
Arndt
Seibert
Ein 22-jähriger Ghanaer wird am 31. Oktober 2006 im U-Bahnhof Zoologischer
Garten von Arndt Seibert mehrfach rassistisch beschimpft. Als der Ghanaer
fluchtartig den Bahnsteig verlässt, folgt ihm der Mann und wirft
mit einer Glasflasche nach dem Bedrohten, die ihn jedoch verfehlt und
auf dem Boden zerspringt. Der 22-jährige rutscht auf den Scherben
der Flasche aus und stürzt zu Boden, wo er von dem Hund des Angreifers
gebissen wird. Als der Täter flüchten will, wird er von Polizeibeamten
festgenommen.
Matthias Lange
Verurteilt
wegen gefährlicher Körperverletzung.
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